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− E −


Eisbohrkerne

Bis zu mehreren 100 Metern lange Eiszylinder, die z.B. aus antarktischen Gletschern ausgestochen wurden. Sie sind eine Art Archiv für atmosphärische Veränderungen während der letzten 160.000 Jahre. Das Eis wird aus Schnee gebildet, der jedes Jahr auf die Gletscher oder Eisdecken fällt, es sammelt sich dort an und verfestigt sich unter seinem eigenen Druck. Während des Gefrierens werden Luftbläschen eingeschlossen. Diese können abgesaugt und analysiert werden. Es zeigte sich, daß CO2- und Methangehalte mit der Lufttemperatur korrelierten (die Temperaturen werden über die Mengen der Isotope d-Deuterium und 18O im Eis abgeleitet).


Emission

(Ausstoß): Übertritt luftverunreinigender Stoffe in die offene Atmosphäre oder die von einer Anlage (Fabrik, Heizung, Auto etc.) ausgehende mögliche Beeinträchtigung der Umwelt im Bereich der Luft. Der Begriff wird auch im Zusammenhang mit Lärm, Radioaktivität, Erschütterungen und Wärme verwendet.
• Natürliche (biogene) Emissionen sind von menschlichen Aktivitäten unbeeinflußt, z.B. die Terpen- oder Isoprenproduktion von Pflanzen.
• Anthropogene Emissionen werden durch menschliche Aktivitäten verursacht bzw. beeinflußt. Eindeutig anthropogene E. sind solche aus technischen Anlagen und Prozessen. Emissionsquellen, die durch menschliches Eingreifen verstärkt werden, sind z.B. Deponien, Abwässer und Tierhaltung.


Emissionshandel (engl.: "emissions trading")

Das Kyoto-Protokoll weist allen Annex-B-Ländern für die erste Verpflichtungsperiode eine zulässige Emissionsmenge an Treibhausgasen zu. Laut Artikel 17 des Kyoto-Protokolls ist es erlaubt, dass Annex-B-Länder ihre Emissionsmenge selbst aufbrauchen oder Teile davon mit anderen Annex-B-Ländern handeln. Vgl. auch "heiße Luft".


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Emissionsreduktionsverpflichtungen

Im Kyoto-Protokoll sind für die erste Verpflichtungsperiode (2008-2012) verbindliche Pflichten der Industrieländer zur Begrenzung und Minderung ihrer Treibhausgasemissionen festgelegt. In Annex B des Protokolls ist festgehalten, dass folgende Staaten ihre Treibhausgasemissionen bezogen auf 1990 wie folgt begrenzen: Bulgarien, Estland, alle EU-Staaten, Lettland, Litauen, Monaco, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien: -8%,
USA: -7%,
Japan, Kanada, Polen, Ungarn: - 6%,
Kroatien: - 5%,
Neuseeland, Russland, Ukraine: +⁄- 0%
Norwegen: +1%
Australien: +8%
Island: +10%
Dies bedeutet eine Gesamtreduktion der Treibhausgasemissionen in den genannten Ländern um -5,2%. Die Staaten der Europäische Union haben in einer so genannten EU-Lastenverteilung ihre Reduktionsverpflichtungen neu verteilt.


Erfüllungskontrolle (engl.: "compliance")

System, das die Einhaltung der Reduktionsverpflichtungen kontrolliert und Maßnahmen und Sanktionen für den Fall vorsieht, dass ein Land seinen im Kyoto-Protokoll niedergelegten Emissionsreduktionsverpflichtungen nicht nachkommt.


EU-Lastenverteilung (engl.: EU burden sharing)

Die EU hat ihre gemeinsame Reduktionsverpflichtung von -8% in der ersten Verpflichtungsperiode gemäß einer EU-internen Lastenverteilung im Juni 1998 intern neu verteilt. Danach lauten die Reduktionsverpflichtungen und Emissionsobergrenzen der EU-Mitgliedsstaaten bezogen auf ihre 1990er Emissionen:
Luxemburg: -28%
Deutschland, Dänemark: -21%
Österreich: -13%
Großbritannien: -12,5%
Belgien: -7,5%
Italien: -6,5%
Niederlande: -6%
Finnland, Frankreich: +⁄-0%
Schweden: +4%
Irland: +13%
Spanien: +15%
Griechenland: +25%
Portugal: +27%.


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Emittent

Quelle einer Luftverunreinigung. Hauptquellen anthropogener Emissionen sind Kraft- und Fernheizwerke, Industriefeuerungen, Kleinverbraucher, Haushalte und der KFZ-Verkehr.


Endenergieverbrauch

Der Endenergieverbrauch gibt Auskunft über die Verwendung der Primär- und Sekundärenergieträger in bestimmten Verbrauchergruppen, soweit sie unmittelbar der Erzeugung von Nutzenergie dienen.


Für das Glossar verwendete Quellen:

Smidt, St.: Lexikon waldschädigende Luftverunreinigungen. (Hrsg. Forstliche Bundesversuchsanstalt Wien (» www.bfw.ac.at; Abruf am 01.03.2005; 15:00 Uhr).

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (» www.bmu.de; Abruf am 01.03.2005; 15:00 Uhr).

Schütt, P., Schuck, H. J., Stimm, B. (2002): Lexikon der Baum- und Straucharten. Hamburg

Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (» www.wsl.ch; Abruf am 15.03.2005; 11:00 Uhr).

BUSO Bund Solardach eG (» www.buso.de; Abruf am 01.03.2005; 15:00 Uhr).


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